Under the Weather

Ökologische Narrative und die Stadt des 21. Jahrhunderts

Sabrina Dorner

2025

Supervisor: Kathrin Aste

Under the Weather – ökologische Narrative und die Stadt des 21. Jahrhunderts analysiert das individuelle und kollektive Erleben der Klimakrise in urbanen Räumen.

Ausgangspunkt der Arbeit sind die Manhattan Transcripts (1976-1981) von Bernard Tschumi, eine Reihe experimentelle Zeichnungen, mit Hilfe derer er versuchte das Zusammenspiel von Raum und Nutzung zu verstehen und bestehende Konventionen in Frage zu stellen. Seine Überlegungen zu Raum und Ereignis bilden die theoretische Grundlage.

An verschiedenen Orten in New York werden spezifische Ereignisse, die im Zusammenhang mit der Klimakrise stehen betrachtet, dokumentiert und abstrahiert. Tschumis Betrachtungen der Stadt des 20. Jahrhunderts werden in dieser Arbeit in die heutige Zeit übertragen, um zu untersuchen, wie sich soziale Praxis in Bezug auf Ökologie, in die Stadt des 21. Jahrhunderts einschreibt. Architektonische und andere Formen der Darstellung werden genutzt, um durch ihren epistemischen Charakter den Einfluss der Ereignisse auf die jeweilige räumliche Situation herauszuarbeiten. Es entsteht ein Spiel aus Erkenntnis und Intuition. Der Prozess ist dabei von wechselnder konzeptioneller Strenge geprägt. Abkürzungen, Umwege und Sprünge sind Teil dieses Prozesses.

New York, als Sinnbild der westlichen Metropole, dient als Schauplatz, um den Wandel der Themen die Gesellschaft und Stadt Formen zu verdeutlichen. Die Stadt wird aus einer außenstehenden Perspektive betrachtet, bei der die Wahrnehmung der Räume und Ereignisse einzig und allein durch Soziale- und Informationsmedien geschieht. Die Narrative dieser Medien und deren Darstellung des Individuums im Zentrum der Klimakrise werden damit Teil der Transkription.

Diese Arbeit versteht die Manhattan Transcripts als methodisches Werkzeug und nutzt ihre Darstellungsweisen, um zu untersuchen wie sich die Klimakrise als soziales und kulturelles Phänomen in urbane Räume einschreibt. Welche Möglichkeiten bieten die Manhattan Transcripts um die Konfrontation von Raum und Ereignis zu erfassen und ökologische und mediale Narrative in der Stadt des 21. Jahrhunderts zu kommunizieren?

 

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