PFLASTERSTRAND

Eine subversive Transformation

Hannah Brod

2024

Supervisor: Kathrin Aste

Die Situationistische Internationale (SI) war eine radikale linke Gruppe mit großem Einfluss auf die 68er-Bewegung in Frankreich. Ihre Schriften prangerten die starre Gesellschaft an und beschrieben das Leben als inszeniertes »Spektakel«, in dem Bilder die Realität ersetzen und Verhalten steuern. Besonders der Urbanismus galt ihnen als Kontrollinstrument: Städte formen Menschen durch funktionale Zwänge und schränken sie ein.

Die SI forderte bewegliche, offene Räume, um Autonomie zurückzugewinnen. Durch künstlerische Aktionen sollten unerwartete Situationen entstehen – Kunst wurde so zum politischen Widerstand. Werke von Vali Export, Joseph Beuys und Gordon Matta-Clark zeigen Parallelen zu diesen Ideen und verdeutlichen, wie Kunst Machtstrukturen hinterfragen kann.

Durch diese Arbeit werden diese Theorien durch drei »Vetos«  in der Stadt Innsbruck sichtbar gemacht: defensive Architektur, Ausgrenzung sozialer Gruppen und Unterdrückung von Subkultur. Künstlerische Interventionen brechen diese Strukturen auf, schaffen neue Freiräume und stellen die Frage, wie subversive Methoden heute genutzt werden können, um urbanen Raum zurückzuerobern.

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