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Entwerfen 3

High Zoon

Die Bedeutung der Beziehung von uns Menschen zu unserer Umwelt zeigt sich im zeitgeschichtlichen Verlauf von mannigfaltiger Beschaffenheit. Als Feind ersten Ranges und existenziell bedrohlich blickten wir ihr aus dem geschützten Höhlenloch entgegen, um - Zeitalter später - lieblich, romantisierend mit Stock und Hut durch sie zu lustwandeln. Durch sie? Wer aber soll das sein?

Um wen es hier genau geht ist freilich nicht allumfassend auszumachen. Verglichen aber mit der Dehnbarkeit der Rollen die wir konstruieren und verteilen, ist allein verlässlich unsere eigene, die zentraler nicht sein könnte: … füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht.“ (Genesis 1, 28)

Angesichts dieser grotesken Forderung nach Herrlichkeit sind unsere seither so erwirtschafteten Resultate wohl eher von geringerem Glanz – und langsam kommt hier Zweifel auf: „Wir, nicht das Maß aller Dinge?“ Ist diese Umwelt überhaupt noch eine, die wir morgen noch bewohnen können - und - wie sähe sie aus, wenn wir sie als „Mitwelt“ dachten?“ Wie kommt es, dass wir bislang nicht imstande waren, ein Miteinander ehrlich anzustreben, zeugen doch Darstellungen von Pans, Medusen oder Zentauren seit jeher von der Phantasie, symbiotische Mitweltbeziehungen einzugehen. Angesichts einer von uns geschaffenen, neuen Welt könnten zybride Chimären auf die Wildnis von morgen tatsächlich besser gerüstet sein.

Auch vor dem Hintergrund fortschreitender biotechnologischer Möglichkeiten betrachten wir die Vielfalt evolutionärer Veränderungen, um eine Verschiebung und Erweiterung unserer Wahrneh-mung und körperlichen Realität einzugehen. Wie wirken sich neue Technologien und Techniken auf unsere Beziehungen zu anderen Gattungen, zu Objekten, zu unserer Umwelt und zu unserer eigenen Physis aus und welchen Impact haben kommende Körperlichkeiten auf unsere gebauten Räume? Schreiben und zeichnen wir gerade eine neue, eine zybride Biosphäre?

Ausgehend von der Analyse von Biosphäre 2 und ähnlicher realer Versuchsanordnungen werden wir uns Gedanken zu unserem eigenen Szenario machen, als erstes einen eigenen Lebensraum konstellieren und durch transformatorische Einflüsse entwerfen, um in weiterer Folge morgige Architekturen im Auge des Posthumanismus ganz real, neu zu zeichnen!

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Der Entwurf des Lebensraumes/Habitats steht nun im Vordergrund. zwei Korrekturen dann pinup. Trelloboard beachten, dort findet ihr Referenzen + die Einführung als Input zum nachsehen.

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Lehrende:

Christian Dummer
Jonathan Hanny

Lehrveranstaltung:

848236 EP Entwerfen 3

Lehrgebiet:

BA Pflichtmodul 19: Architekturentwurf Integriertes Projekt

Semester:

WS 19-20

Termin[e]:

10.10.2019, 13.30h bis 15.00h
Ort Institut ./studio3 EINF
16.10.2019, 09.00h bis 17.00h
Ort Institut ./studio3 KORR
24.10.2019, 10.00h bis 17.00h
Ort Institut ./studio3 KORR
31.10.2019, 10.00h bis 17.00h
Ort Institut ./studio3 PINUP
07.11.2019, 10.30h bis 17.00h
Ort Institut ./studio3 KORR
20.11.2019, 09.00h bis 18.00h
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