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Virtual Reality

 

IN MY MIND, I AM FREE


Erinnerungen und Träume sind oft stärker spürbar, als ein materieller Raum, der beiläufig an unserem Bewusstsein vorbeifließt.

Wie kann man Raum, der physisch nicht vorhanden ist, körperlich erfahrbar machen?

Wie können die gewohnten und erlernten Grenzen und Gesetze der Materialität der Dinge in Frage gestellt werden?

Der Aufbruch in die Virtualität, der von Künstler schon in den 60er Jahre thematisierten wurde, soll gewagt und in Form einer ephemeren Licht- und Audio Installation umgesetzt werden.

[1] „Ein Bauwerk muss nicht wirklich physisch erlebt werden oder existieren, wenn es medial simuliert oder vermittelt werden kann”.

[2] 1969, lange bevor die mobile Telekommunikation ihre Möglichkeiten entfaltet hatte, propagierte der Architekt Hans Hollein ein aufblasbares Büro, für temporäres Arbeiten an den verschiedensten Orten.[3] Zeitgleich entwarf Walter Pichler den „TV-Helm“, auch „Das tragbare Wohnzimmer“ genannt - eine freidenkerische Erweiterung des Raums. Walter Pichler und Hans Hollein arbeiteten damals gemeinsam an einem neuen Architekturbegriff „befreit von den Zwängen des Bauens“. [4] [5]Ivan Sutherlands entwarf „Head-Mounted-Display“ und Marshall McLuhan konstatiert „das Medium ist die Botschaft“ in seinem medientheoretischen Standardwerk „Understanding Media: The Extensions of Man“. Diese Werke markieren jenen Quantensprung von der physischen in die virtuelle Welt. Sie behandeln weniger die Psyche des Einzelnen, als sie vielmehr eine neue Definition für Raum suchen.

[6] Wir entwickeln uns hin zu einem „Metaverse“, einem kollektiven gemeinsamen virtuellen Raum, der durch die Konvergenz von virtuell verstärkter physischer Realität und dem virtuellen Raum entsteht, einschließlich der Summe aller virtuellen Welten, Augmented Realities und des Internets.
Die Ausbreitung des virtuellen Raumes überschreitet schon jetzt nahezu die des physischen, gebauten und ist daher auch Wirkungsbereich der Architektur geworden.
Was findet man in der Virtualität? Noch mehr Dichte? Oder endlich Leere? Die vor dem noise unserer Gesellschaft in die Digitalität flüchtenden Leute sollten von Architekten abgeholt werden. Die Möglichkeiten, im endlosen virtuellen Raum Momente der Ruhe zu generieren, eine Art virtuelle Natur zu schaffen, ist eine der Aufgaben, die unsere Zeit uns stellt.

 

[1] Hans Hollein, Entstehungsgeschichte der Minimalbehausung - Pariser Biennale, 1965

[2] Hans Hollein, Mobiles Büro, 1969 [3] Walter Pichler, TV-Helm, 1967

[4] Ivan Sutherlands, Head-Mounted-Display, 1967

[5] Marshal McLuhan, Understanding Media: The Extentions of Man, 1964

[6] Neal Stephenson, Snow Crash, Science-Fiction-Roman, 2000

 

 

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NÄCHSTER TERMIN: FREITAG, 27.04, 12.00 am ./3

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2nd TASK:

KONZEPT
Was für eine Art von Virtualität will man schaffen? (Film/Geschichte/Bild/Installation/Sound/Licht....lalala)
Was ergibt sich aus den im eigenen Text angeführten Überlegungen?
AR, VR, MR?
Welche Sinne wollt ihr ansprechen?
Was wollt ihr darstellen?
Was wollt ihr bewirken?
Was generiert/entwerft ihr?
Wie generiert ihr es?
Welchen Medium verwendet ihr?
Es ist vollkommen ok, wenn ihr euch auf 1 Aspekt konzentriert und diesen genau untersucht!
Ihr könnt gerne mixed media oder auch nur ein medium verwenden, das soll eurem Konzept entspringen und entsprechen.
Macht gleich Versuche, als proof of concept und schickt bitte ein UPDATE
DEADLINE: 20.04.2018 --> email 
(Sollte ich nicht antworten, einfach weiterarbeiten!!)

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NÄCHSTER TERMIN: FREITAG, 13.04, 12.00 am ./3

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whatch this: https://www.youtube.com/watch?v=w_-lcdAuGV0

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1st TASK:

TEXT 

~ 4000 Zeichen (ohne Leerzeichen) / 600 Worte

Thema: Realität/Virtualität/Materialität - was ist real?

DEADLINE: 30.03.2018 --> email 

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Lehrende:

Valerie Messini

Semester:

SS 2018

Termin[e]:

16.03.2018, 11.00h bis 12.00h
./studio3
13.04.2018, 12.00h bis 18.00h
27.04.2018, 12.00h bis 16.00h
am ./studio3
11.05.2018, 12.00h bis 16.00h
am ./studio3
31.05.2018, 00.00h bis 03.06.2018, 00.00h
WORKSHOP STEINHAUS