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Virtual Reality

 

Der Einfluß der Simulation auf das Reale

Es ist die Virtualität des Geistes schlechthin, die es erlaubt, Überlegungen - annähernd frei von naturgesetzlichen Zwängen - zu artikulieren, um somit neue Denkräume zu etablieren. Das Gedankenexperiment lässt sich als Ur-Simulation betrachten, wonach Axiome und Prämissen einfache Simulationen sind, die einen “virtuellen Raum“ einnehmen und sich in Symbolen, vergleichbar mit einer mathematischen Formel, darstellen lassen, um vielleicht eine Vorab-Realität zu bilden.

Der Einfluß der Simulation auf die Realität ist so alt wie der Gedanke selbst. Maschinen (Algorithmen) handeln in Darstellungen und Übersetzungen der Welt und seiner psychosozialen Strukturen und Abläufe und greifen innerhalb ihrer Formatierung - und der sie bestimmenden Logik - vermehrt in Geschehnisse ein.

Das Rauschen der Maschinen hingegen ist das Nichtgewollte; abstrakte und unkonkrete Modelle, die sich aus primitiven Einzelfunktionen, aus den Tiefen der Strukturen, notgedrungen bilden müssen. Das sind die “GHOSTS IN THE MACHINE“.

Vom Gedanken(Experiment) zur Simulation, die rückgekoppelt wiederum eine Anpassung von Handlungsabläufen im Realen erzwingen kann. Die Simulation als Leitfaden, der eine einst für wahr gehaltene Realität aushebelt. Es verschwimmen Trennlinien zwischen Original
und Kopie, zwischen Deutung, Simulation und Realität. Das ist ein Simulacrum.

Als der Film “Arrival of a Train at La Ciotat“ (1896), der Brüder Lumiere, einem Publikum gezeigt wurde, sprang dieses entsetzt zurück, weil es dachte, der Zug rase tatsächlich direkt in die Menge.

Lehrende:

Christian Stefaner-Schmid

Semester:

SS 2017

Ort:

Institut ./studio3

Termin[e]:

15.03.2017, 14.00h
./studio3
29.03.2017, 14.00h
25.04.2017, 13.00h bis 15.00h
Brainstorming
26.04.2017, 14.00h bis 16.00h
Konzeptphase