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Entwerfen 1

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KITBASHING

Beim Kitbashing werden normalerweise verschiedene Modellbausätze miteinander kombiniert um neue Modelle zu generieren. Diese Methodik wird auf eine architektonische Ebene übertragen, in dem wir gemeinsam gebaute Situationen untersuchen und versuchen deren Auswirkungen im urbanen und privaten Umfeld zu erfassen und zu entschlüsseln. Einzelne Nutzungen werden funktional dekonstruiert um auf ihre Essenz zu stoßen. Die auf ihr Wesen reduzierten Samples werden miteinander kombiniert und in das städtische Gefüge eingewoben. Durch die unkonventionelle Konstellation unterschiedlicher Nutzungen und deren gegenseitiger Abhängigkeit entsteht eine unerwartete Symbiose, die in der Lage ist, das Umfeld aufblühen zu lassen. Unterschiedliche Funktionen besetzen, bei räumlichem Bedarf, ein gemeinsames Spielfeld – parallel, gemeinsam oder getrennt. Aus spannenden Situationen eine Idee abzuleiten, sie so zu reduzieren und zu vereinfachen, dass sie auf einen Blick erfassbar ist. Wir schöpfen durch räumliche Eingriffe das urbane Potential aus und erweitern den urbanen Raum entlang der Z-Achse – schaffen neuen vertikalen öffentlichen Raum. Dafür gibt es drei kleine ausgewählte Bauplätze mit (halb)öffentlichem Ausdehnungsbereich. Die harten Grenzen zwischen öffentlich und privatem Raum, Schwarz und Weiß werden durch Störfelder, Zwischenzonen & unkonventionelle Kombinationen aufgeweicht. Unsere Funktionsmutanten übernehmen die Rolle als Vermittler und Ermöglicher und tragen dazu bei, eine spontane Urbanität zu erzeugen.

FOLGENDEN BLOG WERDEN WIR IMMER MIT RELEVANTEN REFERENZPROJEKTEN FÜTTERN:

http://studio3-blog.tumblr.com/

 

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4.TREFFEN 19.04.2018

Bitte überarbeitet und konkretisiert eines eurer Konzepte und schaut euch noch einmal die Referenz Bilder auf dem studio3 Blog an:

- Teilweise sind schon sehr gute Ideen dabei, manche sollten aber noch einmal überdacht werden oder doch ganz neue Kombinationen finden (scheut euch nicht Ideen von anderen Architekten/Studenten zu übernehmen und an euren Geist anzupassen):

Für alle gilt aber:

- Reduktion/Abstraktion von einzelnen Funktionen ist besser als ein einziges “Erlebnis” (Las Vegas/..) aus eurem Entwurf zu machen ( Überfluss an Informationen/Konsum zurück schrauben) - die meisten Funktionen gibt es ja schon , vor allem als eigenständigen Raum , was macht aber euren Entwurf so einzigartig? durch was hebt er sich von konventionellen Ideen ab? … je weniger ihr an “schnick schnack” benötigt um zu überzeugen, desto besser.. also macht euch auf die sicher nach der Essenz!

- achtet darauf dass die verschiedenen Funktionen sich wirklich gegenseitig befruchten (lieber nur zwei Funktionen die stimmig sind als 5 verschiedene —> es zählt die räumliche/soziale Atmosphäre die geschaffen werden kann, nicht ein weiteres Produkt für unsere erlebnisgesellschaft!! ) - macht euch gedanken ob euer konzept wirklich viel "gebauten" raum braucht? reicht bei manchen funktionen ein dach als schutz, ein gestaltete stadtfläche zum aufhalten...?!

- Modelle(unbedingt Serien!!!!) (Masstab 1:100): - sie sollen den urbanen Kontext austesten ( wie weit dehnt sich der öffentliche Raum aus?, wie groß ist der Fußabdruck eures Entwurfes, Anknüpfungspunkte im städtischen Raum, Einbettung, Positionierung am Grundstück) - unbedingt mit angrenzenden Gebäuden ( Einsatzmodell) - steckt/schwebt/klemmt/hängt/… es in der Landschaft, überrascht es den städtischen Bewohner? .. lässt es Raum für funktionslose Räume? (was könnte dort passieren ohne es dem Besucher auf zu drängen..)?

- Testet verschiedene Größen, Materialien (ist es eine federleichte Konstruktion oder schwer wie Stahl?) in der dritten Dimension - es können aus einer Skizze Modelle entstehen. Modell und Zeichnung greifen ineinander..probiert einfach viel verschiedenes aus um euren Entwurf zu entwicklen, an dem Grundstück zu positionieren und ihm eine Gestalt zu geben - Überrascht uns!!

- arbeitet im Schnitt (1:100) um spannende räumliche Situationen zu erschaffen - der Schnitt zeigt einzelne Räume (vor allem ihre vertikale Abhängigkeit/Verbindung/…) Lichteinfall, Erschließung,…räumliche Überschneidungen, Überlappungen, Abgrenzungen, Außen/Innen, Perforierung,… der einzelnen Räume - welche Atmosphäre/Gefühl wollt ihr mit euren Räumen ausdrücken? (Eng/Dunkel/Weit/Hell/…)

- der Grundriss (1:100) ist erklärend: Erschließung, Ablauf, Anbindung, Organisation, Infrastruktur (- habt unsere gesammelten Konzepte/Referenzen im Kopf !!) beachtet bitte bei all euren arbeiten, reihen , serien,..den menschlichen Maßstab und den urbanen Kontext,… werdet nicht zu groß/klein .. zu hoch/tief … (fangt von Anfang an mit Staffagen an zu arbeiten )

 

 

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3. TREFFEN: 12.04.2018 um 9:00h am Institut:

 

AUFGABE 1 – KONZEPTE (3x 21x21): Die zwei gelosten Projekte und ein selbst gewähltes Projekt im gewohnten Format (21x21) beschreiben: Wählt die Methode so dass die Essenz/Wesen des Projektes gut beschrieben wird (Collage, Konzeptskizze, schnelles Modell , Diagram...) - Was macht dieses Projekt einzigartig? Wie wirkt sich das Konzept auf die gebaute Architektur aus? …

AUFGABE 2 – FUNKTIONSMUTANTEN (5 x 21x21) 5 verschiedene kuriose, absurde, aussergewöhnliche Kombinationen aus 2-3 Funktionen überlegen und anhand eines Diagrammes/Skizze beschreiben wie sich trotzdem einzelne Programmpunkte überschneiden können — (OMA Yokohama Terminal - Zeit als Faktor mitbedenken).
Probiert Extreme aus - wie klein - reduziert kann eine Kombination sein oder wie groß kann ich das Raumprogramm aufblasen?
Wie weit können einzelne Funktionen minimiert oder zur Gänze gestrichen werden und man trotzdem oder gerade deswegen die Essenz deiner Kombination im öffentlichen Raum spürt. Welche Funktionen könnten den öffentlichen Stadtraum befruchten?

AUFGABE 3 (2x 21x21): von euren zwei besten Funktionsmutanten Collagen anfertigen; ihr zeigt auf welche Referenzen aus unserem gesammelten Samples relevant sein könnten (konzeptuell, formal, umgang mit öffentlichem raum, …) - oft beschreibt es ein foto besser, manchmal reicht ein wort — es kann eine bunte Mischung aus gefundenem, verändertem und eigenem sein - es soll ein Konzept erkennbar sein , ein schlüssiges Gesamtbild entstehen das die Atmosphäre beschreibt welche ihr durch euren Entwurf entstehen lassen wollt.

AUFGABE 4 (1x 21x21): Die drei Bauplätze besuchen und ihre Potentiale erkennen: findet einen Bauplatz an dem ihr euch absetzen wollt. Dokumentiert ihn und zerlegt ihn , abstrahiert ihn, zeichnet ihn nach, durchforstet ihn und analysiert ihn um jedes noch so kleine potential zu erkennen und das Wesen dieses Raumes zu erkennen. Startet eine grobe Aufteilung auf eurem Bauplatz - wie klein kann euer Fußabdruck des gebauten sein und wie viel Ausdehnungsbereich in den urbanen Raum lasst ihr zu (vertikale Ausdehnung) - REDUKTION/ABSTRAKTION

Unser Abgabe Format von 21x21 ist zum füllen unseres Baukastens: es heisst nicht dass man deswegen keine Serie produzieren soll/darf — der Entwurf ist vor allem auch PROZESS und benötigt immer wieder neue Versuche, erneutes Zurückblicken und Überarbeitung. Das finalisierte Abgabeblatt ist dann wieder nur eine Reduktion / Darstellung eurer Ideen - dh. ihr könnt immer 3D/2D Zeichnen, Fotografieren, Siebdrucken, Modelle bauen, Collagieren, Diskutieren um mit noch größerer Wahrscheinlichkeit auf eure eigene Essenz zu stoßen.

Wir treffen uns wieder am 12.04. um 9:00 Uhr am Institut. - Abgabe erfolgt über google drive (https://drive.google.com/open?id=17rK2NF8JpkuY5qj3kcerq7g1Fi9VTyEQ) - bitte Aufgabe 1 bis 29.03. uploaden damit alle aus dem vollen Baukasten schöpfen können.

 

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2. TREFFEN: 22.03.2018 um 9:00h am Institut:


ab 9:00 h Präsentation eurer Modelle/Projekte

um 10:00 - Architekturdarstellung Vortrag

im Anschluss: Bauplatz / Konzept / Funktion 

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Erstes Treffen: 15.03.2018 um 9:00h am Institut:

EINFÜHRUNG & MODELLBAUWORKSHOP (ganztägig)

-Cutter Messer

-Express Leim

-Stecknadeln ohne Kopf

-eventuell Lötkolben

 

Lehrende:

Judith Widauer
Stephan Wimmer

Semester:

SS 2018

Termin[e]:

07.03.2018
Uhrzeit wird noch bekanntgegeben

15.03.2018, 09.00h bis 16.00h
22.03.2018, 09.00h bis 16.00h
12.04.2018, 09.00h bis 16.00h
19.04.2018, 09.00h bis 16.00h